Liebe Mama, lieber Papa, ich brauche Zeit, die neue Umgebung, die Erzieherin und die Kinder kennenzulernen.


Bleibe deshalb solange bei mir, bis mir alles vertraut ist. Setze dich einfach nur hin und lass mich entdecken, spielen und neue Freunde finden.


Sei aber da, wenn ich dich brauche.


Wenn du das erste Mal gehst, lass mir etwas Vertrautes da, wie ein Kuscheltier oder Kuscheltuch…


Sag mir immer Tschüss, damit ich dich nicht suchen muss.


Sei nicht traurig, wenn ich weine, ich lass mich schnell trösten und freue mich, wenn du wieder da bist.


Lass mich Vertrauen zu den Erzieher/-innen bekommen, aber merke dir eins: Du bleibst meine Nummer Eins!

Um „trocken" zu werden, muss Ihr Kind eine bestimmte „geistige Reife" entwickelt haben. Diese körperliche Leistung können Kinder meistens ab dem 2. Lebensjahr erbringen.


Eventueller Druck (Zwang) wirkt sich störend und entwicklungsverzögernd aus.

  • Das Kind soll den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann es trocken werden möchte.
  • Gemeinsam besprechen wir die Umsetzung der Sauberkeitserziehung in der Einrichtung.
  • Kinder brauchen auch andere Kinder oder ihre Eltern als Vorbilder, um eigenständig auf die Toilette zu gehen.
  • Wir sorgen mit kindgerechten Toiletten dafür, dass die Kinder festen Halt haben und mit den Füßen bis auf den Boden gelangen.

So erleichtern Sie uns die Sauberkeitserziehung:

  • Den Body gegen zweiteilige Unterwäsche austauschen.
  • Dem Kind Hosen anziehen, die es selber leicht öffnen und herunterziehen kann.
  • Ausreichend Wechselwäsche mitbringen (3 vollständige Wechsel).

Als Erstes haben wir unsere Kinderkrippe umgestaltet. Alle Tische wurden aus den Räumen verbannt, um mehr Platz und Anreize für Bewegung zu schaffen.


Wann immer es möglich und sinnvoll ist, begleiten wir die Erfahrungsprozesse sprachlich. »Jetzt steigt der Moritz auf die Leiter. Schaut nur, wie hoch er schon geklettert ist!«


Bewegungsmaterialien, u.a.:

  • Getränkekisten, Autoschlä­uche und Bretter für motorische Aktivitäten.
  • Pappröhren verschiedenster Durchmesser und Längen.
  • Große Pappkartons zum Hineinklettern und Herauskrabbeln.
  • Matratzen mit Kissen zum Hopsen, Springen und Kuscheln.
  • Podeste, Leitern, kleine Rutschen, Fußbänke und ein Trampolin.
  • Eine Hängematte zum Schaukeln und Schweben.
  • Einen Kriechtunnel zum Verschwinden und Wieder-Auftauchen.

Quelle: INFANS, Berlin 1990

3 Tage Grundphase
Elternteil bleibt ca. 1 Stunde mit dem Kind im Gruppenraum. In den ersten 3 Tagen kein Trennungsversuch. Aufgabe der Eltern: „sicherer Hafen" sein.
4. Tag: Trennungsversuch
Elternteil verabschiedet sich und verlässt den Raum. Maximal 30 Minuten. Kann das Kind nicht getröstet werden, muss es sofort zurückgeholt werden.
Kürzere Eingewöhnung (~6 Tage)
Anzeichen: Kind bewältigt Belastungssituationen, wendet sich gelegentlich von der Mutter ab, zeigt wenig Widerstand gegen die Erzieherin.
Längere Eingewöhnung (~2–3 Wochen)
Anzeichen: häufige Blick-/Körperkontakte mit der Mutter, heftiges Verlangen nach Rückkehr, Erzieherin wird nicht akzeptiert.
Stabilisierungsphase
Erzieherin übernimmt nach und nach die Versorgung: Füttern, Wickeln, Spielpartner sein. Mutter überlässt die Signale des Kindes immer mehr der Erzieherin.
Schlussphase
Elternteil ist nicht mehr anwesend, aber jederzeit erreichbar. Eingewöhnung abgeschlossen, wenn die Erzieherin als „sichere Basis" akzeptiert wird.

Das Kind sollte in der Zeit der Eingewöhnungsphase das Kindertagesheim möglichst höchstens halbtags besuchen!

  • Nuckel mit Kette zum Befestigen an der Kleidung
  • Flasche oder Trinkbecher
  • Kuscheltier o.ä.
  • Windeln
  • Wechselwäsche, 3 × komplett
  • Hausschuhe
  • Regenjacke, Regenhose, Gummistiefel
  • Täglich 1 Stück Obst oder Gemüse
  • 3 Fotos + Familienfotos für das Sprachlerntagebuch
  • 1 große Packung Feuchttücher
  • 1 große Packung Taschentücher
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung (max. 7 Tage alt)
  • Fotogenehmigung
  • Einverständniserklärung Vorsorgeuntersuchungen

Bitte alles mit dem Namen Ihres Kindes kennzeichnen!!!

  1. Die Sprache der Eltern begleitet ab der Geburt die Kommunikation mit dem Kind. Eine gute emotionale und sprachliche Zuwendung ist die Vorraussetzung für eine sprachfördernde Erziehung.
  2. Die Sprachentwicklung hängt eng mit der sensorischen und motorischen Entwicklung des Kindes zusammen.
  3. Erwachsene sind wichtige Sprachvorbilder. KEINE Babysprache! Kleinkinder lernen sprechen, indem sie die Erwachsenen nachahmen.
  4. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus bei der Sprachentwicklung.
  5. Kinder brauchen im Elternhaus und in der Kita viele Sprachanregungen. Sie lernen sprechen nur im direkten Kontakt mit Menschen und im konkreten Tun.
  6. Wichtig: Interesse am Kind, Blickkontakt, miteinander Reden, Spielen, Singen, Erzählen und Zuhören.
  7. Sprechen soll Spass machen und nicht auf Druck erfolgen. Die ersten 5 Lebensjahre sind besonders wichtig für die Sprachentwicklung.
  8. Sagt das Kind etwas falsch, soll der Erwachsene die Äußerungen richtig wiederholen. (wiederholende Korrektur)
  9. Wenn Kinder fragen, brauchen sie Antworten von Erwachsenen.
  10. Je besser ein Kind seine Erstsprache beherrscht, desto einfacher ist der Erwerb einer Zweitsprache. Eltern sollen in ihrer Muttersprache mit dem Kind reden.
  11. Für ein positives Selbstbild ist es wichtig, dass die Erstsprache wertgeschätzt wird (Kita).
  12. Kinder erlernen die Zweitsprache Deutsch in der Regel durch den Kontakt mit anderen (deutschsprachigen Personen), z.B. in der Kita.
  13. Ursachen für Sprachstörungen sind oft vielschichtig; organische und psychosoziale Ursachen können eine Rolle spielen.

Sie als Eltern sind die Expertinnen und Experten für Ihr Kind. Der »Kennenlernteil« mit persönlichen Informationen wird geschützt, d.h. getrennt aufbewahrt und Ihnen am Ende der Kitazeit ausgehändigt.

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